Jugendliche

Krisen bewältigen, Suizide verhindern 

Jugendsuizide sind zum Glück selten. 2014 bis 2016 nahmen sich in der Schweiz pro Jahr rund 30 unter Zwanzigjährige das Leben. Dabei sind vor allem männliche Jugendliche zwischen 16 bis 20 Jahren gefährdet: Knapp zwei Drittel der Suizide wurden von ihnen begangen. 
Deutlich häufiger als vollzogene Suizide sind Suizidversuche und Suizidgedanken. So zeigen die Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (2017), dass rund 4% der Jugendlichen zwischen 15-24 Jahren bereits einmal in ihrem Leben einen Suizidversuch gemacht haben. Zudem gaben 10.2% der Männer und 9% der Frauen zwischen 15-24 Jahren an in den letzten zwei Wochen vor der Befragung Suizidgedanken gehabt zu haben. 

Vorgehen/Massahmen
Im Rahmen des Projekts werden Lehrpersonen, Schulleiter/innen und schulnahe Dienste der Sekundarstufe I und II gezielt über die Suizidprävention informiert und dafür sensibilisiert. Die Fortbildungen des Schwerpunkt­programms werden beworben und die Broschüre «Schule und Suizid» wird zugänglich gemacht. Sie enthält Hintergrundwissen zur Prävention von Suizidalität, zur Früherkennung und Frühintervention sowie Informationen zum Handeln nach einem Suizidversuch oder Suizid. Im Anhang der Broschüre finden sich Hinweise auf Unterrichts­materialien und weiterführende Literatur sowie Adressen von Fach- und Beratungsstellen. Die Broschüre richtet sich an Lehr- und Betreuungspersonen, an die Schulleitungen und schulnahen Dienste sowie an die Mitglieder von Schulbehörden. Sie wird dieses Jahr in einer aktualisierten und erweiterten Version neu aufgelegt.

Bei Fragen zum Projekt
Enrico Violi
Beauftragter für Massnahmen gegen Gewalt im schulischen Umfeld
Bildungsdirektion Kanton Zürich
enrico.violi(at)bi.zh.ch

Download
Broschüre Suizid und Schule