Für Gemeinden

Bewegungs- und begegnungsfreundliche Projekte

Soziale Kontakte und regelmässige Bewegung halten ältere Menschen psychisch und physisch gesund. Mit zunehmendem Alter verkleinert sich der Aktionsradius vieler Seniorinnen und Senioren. Damit ältere Menschen Möglichkeiten zur Bewegung und Begegnung nutzen können, sollten bewegungs- und begegnungsfreundliche Räume deshalb in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld liegen.

Wie kann ein Umfeld gestaltet werden, das zu Bewegung und Begegnung einlädt, den Austausch und den sozialen Zusammenhalt fördert und so nachhaltig die Lebensqualität steigert? Unsere Broschüre «Bewegung und Begegnung in Gemeinden fördern» zeigt geeignete Massnahmen, gute Beispiele aus der Praxis und Unterstützungsangebote auf.

Welche Projekte unterstützen wir?
Bewegungs- und begegnungsfreundliche Projekte steigern die Lebensqualität und fördern soziale Kontakte sowie den Zusammenhalt der Bevölkerung. Dazu unterstützen wir Projekte in Gemeinden zur Förderung der Begegnung und Bewegung:

Quartiermobil: Ein Quartiermobil ist ein umfunktionierter Bauwagen, der allen Generationen eines Quartiers als Treffpunkt dient und damit den Austausch fördert. Es kann je nach Bedarf des Quartiers in Zusammenarbeit mit den Anwohnerinnen und Anwohnern ausgebaut, ausgestattet und gestaltet werden. Ein Quartiermobil bietet unter anderem die Möglichkeit, Freizeitangebote durchzuführen, gesundheitsfördernde und präventive Dienstleistungen sowie soziale Dienste niederschwellig anzubieten oder Feedback und Anregungen von Anwohnerinnen und Anwohnern zur Quartierentwicklung zu erhalten.

Quartiermobil Beispiel Horgen

Sitzbankkonzept: Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum dienen der ganzen Bevölkerung und tragen daher wesentlich zur Aufenthaltsqualität und zur Fussgängerfreundlichkeit in einer Gemeinde bei. Für ältere Menschen spielen Sitzbänke eine besonders grosse Rolle: Sie ermöglichen Sicherheit bei Spaziergängen und die Begegnung mit anderen Menschen. Beim Sitzbankkonzept handelt es sich um eine systematische Bestandsaufnahme in Zusammenarbeit mit Fussverkehr Schweiz. Dabei wird geklärt, ob das Angebot an Sitzbänken den Anforderungen und Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht und wo Verbesserungen sinnvoll sind.

Hopp-la: Zürcher Gemeinden werden im Aufbau und in der Umsetzung von intergenerativen Bewegungsprojekten durch Hopp-la unterstützt. Zum einen steht eine generationengerechte und gesundheitsförderliche Gestaltung von Frei- und Lebensräumen im Fokus. Zum anderen sollen die gemeinsame körperliche Aktivität und der Austausch zwischen den Generationen gefördert werden.

Beabsichtigte Wirkung
Ein begegnungs- und bewegungsfreundliches Umfeld stärkt die psychische Gesundheit, indem es den sozialen Zusammenhalt sowie den Austausch in der Nachbarschaft mit Bekannten, Freundinnen und Freunden und zwischen den Generationen fördert. Bewegungs- und begegnungsfreundliche Projekte sollen zudem für die ältere Bevölkerung Sicherheit und Schutz bieten. Sichere Fusswege, die auch mit dem Rollator benutzt werden können, sind deshalb für diese Gruppe bedeutsam, ebenso wie Ruhebänke und eine ansprechende Bepflanzung, die an heissen Tagen die Hitze mindern kann.

Manuela Kobelt

Leitung Programm
Prävention und Gesundheits­förderung Kanton Zürich
 


044 634 47 84

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