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In Kontakt bleiben

In Kontakt bleiben

Dezember 2016

Tragfeste soziale Beziehungen sind ein wichtiger Gesundheitsfaktor.
– Zürcher Gesundheitsbericht: Soziale Beziehungen und Gesundheit
– Quartierentwicklung: Möglichkeitsräume schaffen
– Kantonales Schwerpunktprogramm: Suizidprävention konkret
– Fokus Gemeinde: Gemeinsam alt werden
– Vereinsarbeit: Cornelia Hürzeler im Interview

Deutsch
Kantonales Schwerpunktprogramm

Suizidprävention konkret

Die Umsetzung des kantonalen Schwerpunktprogramms Suizidprävention schreitet voran. Magazin P&G stellt zwei konkrete Projekte vor. 
Mit dem Schwerpunktprogramm «Suizidprävention» hat sich die Regierung des Kantons Zürich zum Ziel gesetzt, die Anzahl Suizide und Suizidversuche langfristig zu senken. Bereits im September 2015 wurde die Website www.suizidpraevention-zh.ch aufgeschaltet, auf der sich Menschen in Lebenskrisen, ihr Umfeld und Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben, umfassen informieren können und zahlreiche praktische Tipps finden. Da Suizide und Suizidversuche in ganz unterschiedlichen Situationen und aus vielfältigen Gründen geschehen, umfasst das Programm 18 unterschiedliche Projekte. Zwei davon werden im Folgenden vorgestellt. 

Notfallkarte für Lebenskrisen
In akuten suizidalen Krisen können Suizidgedanken immer drängender werden. Überlebende von Suizidversuchen berichten, dass sie sich in einem totalen Ausnahmezustand befanden und ihr Verhalten nur noch beschränkt steuern konnten. In solchen Momenten ist es von grosser Bedeutung, dass die Betroffenen nicht alleine bleiben und Hilfe bekommen. Dazu müssen sie wissen, welche Stellen in Krisensituationen rund um die Uhr Hilfe anbieten.

Diese Funktion erfüllt die neue Notfallkarte – eine Karte im Kreditkartenformat mit den wichtigsten 24-Stunden Notfallnummern im Kanton Zürich sowie Platz für persönliche Nummern. Sie wird zusammen mit einem Flyer abgegeben, der erklärt, warum es so wichtig ist, sich Hilfe zu holen, wenn Suizidgedanken auftauchen. Diese Flyer mit Notfallkarten werden via Arztpraxen, Apotheken und weiteren Multiplikator/innen verteilt und können online bestellt werden (Bezug siehe unten).

Der Text im Flyer ermuntert zudem dazu, sich möglichst zu einem frühen Zeitpunkt Hilfe zu holen und das Gespräch mit einer vertrauten Person zu suchen – so dass es gar nicht erst zu einer akuten suizidalen Krise kommt. 

Türöffner für ein Gespräch
Nebst der konkreten Information hat die Notfallkarte noch eine zweite Funktion. Sie kann für Personen aus dem Umfeld von suizidgefährdeten Menschen, insbesondere auch für Ärztinnen und Ärzte, Therapeut/innen, Sozialarbeitende und andere Multiplikator/innen ein wichtiger Türöffner für ein Gespräch sein. Das Gespräch mit anderen Menschen ist das wichtigste Mittel zur Bewältigung einer suizidalen Krise. Mit der Notfallkarte haben Besorgte die Möglichkeit, Suizidgedanken gegenüber einer gefährdeten Person im Gespräch zum Thema zu machen. Sie  können auch anbieten, dass sie im Notfall da sind und angerufen werden können. 

Reden kann Retten Flyer mit Notfalladressen. Bild

Helpline für Helfende
Seelsorgende, Lehrpersonen, Schulsozialarbeitende, Personalverantwortliche, im Gesundheitswesen Tätige und viele weitere Personen kommen bei der Arbeit mit Menschen in Lebenskrisen in Kontakt. Auch ehrenamtlich Engagierte, wie etwa Fussballtrainer oder Nachbarschaftshelfende finden sich gelegentlich in solchen Situationen wieder. Krisensituationen können das Gegenüber verunsichern und die Frage aufwerfen, wie man reagieren soll. Im Rahmen des Schwerpunktprogramms Suizidprävention wird per Anfang 2017 die Helpline Suizidprävention eingerichtet, wo diese Multiplikator/innen Rat und Unterstützung finden und auch erfahren, wo die Person, um die sie sich sorgen, nötigenfalls weitere Hilfe erhält. Unter 052 264 39 93 wird von Montag bis Freitag von 13 bis 15 Uhr immer eine Fachperson präsent sein. Diese kann auch einen Platz in einer psychiatrischen Einrichtung oder ambulante Betreuungsmöglichkeiten vermitteln. Trägerorganisationen der Helpline sind die KJPP, (Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, UZH), das TAZ (Triagezentrum der Integrierten Psychiatrie Winterthur – Unterland IPW) und das KIZ (Kriseninterventionszentrum Zürich). 

Weitere Informationen und Bezug der Notfallkarte

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